Kategorie Energieberater, Vor-Ort-Beratung am Mai 23rd, 2008
 

Wodurch zeichnet sich ein guter Energieberater aus?

Für die energetische Sanierung eines Gebäudes oder den Neubau eines energiesparenden Gebäudes empfiehlt sich die Beratung durch einen Energieberater. Aber wie soll man den richtigen finden? Die Berufsbezeichnung "Energieberater" ist nicht geschützt; jeder, der an einer der zahlreich angebotenen Fortbildungen von unterschiedlichen Bildungsträgern teilgenommen hat, darf sich Energieberater nennen.

 

Mittlerweile gibt es in fast allen Berufsgruppen, die am Bau tätig sind, eine Weiterbildung zum Energieberater. Es existieren unterschiedlichste Qualifikationen und Zertifizierungen. Ist es sinnvoll, sich von einem Energieberater im Stuckateur-Handwerk oder im Sanitär-Handwerk beraten zu lassen? Diese haben naturgemäß hauptsächlich ihr eigenes Gewerbe im Blick. D.h. es besteht ein ureigenes produktbezogenes Weiterverwertungsinteresse.

 

Ideal ist es, einen unabhängigen Energieberater zu beauftragen, der das ganze Gebäude neutral betrachtet und eine Ausbildung im Bereich der Bauphysik (Wärmedämmung) und im Bereich der Heizungstechnik hat. Nur so lässt sich eine wirtschaftlich optimale Lösung für einen zukünftigen geringen Energieverbrauch erzielen.

 

Diesbezüglich ist eine Fortbildung nach den Kriterien des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) empfehlenswert, das die "Vor-Ort-Beratung" durch unabhängige Berater fördert. Zusätzlich stellt das BAFA Mindestanforderungen an den Beraterbericht. Dieser Standard hat gute Chancen sich als "Quasi-Standard" für Beratungen zu etablieren.

 

Darüber hinaus ist es hilfreich, wenn der Energieberater zusätzlich die Berechtigung zum Ausstellen von Energiebedarfsausweisen hat sowie weiterführende Kompetenzen hinsichtlich Planung, Baugenehmigung (Bauvorlageberechtigung), Vergabe von Bauleistungen, Bauüberwachung und Kostenkontrolle.

Kommentare (1)

 
Monika Storz schrieb am 23. Mai 2008
 

Es ist immer wieder Interessant zu lesen, wie oft Energieberater aus dem Bereich Handwerk schlecht gemacht werden. Und das natürlich von Seiten einer ganz bestimmten Berufsgruppe.
Ich frag mich nur, wie man zu solchen unverschämten Aussagen kommt, welche ja schon fast mit Rufmord zu vergleichen sind? Wenn z.B. der Beratungsbericht aufzeigt, dass eine Dämmung der Wände das größte Einsparpotential aufweist, glauben Sie dann allen Ernstes, dass der Energieberater aus dem Heizungsbereich dem Kunden eine Heizung aufschwatzen wird? Und sollte es tatsächlich sinnvoll sein, eine andere Heizvariante zu wählen… glauben Sie allen Ernstes, dass sich der Kunde dann nur ein Angebot für eine neue Heizungsanlage erstellen lässt? Für wie blöd halten Sie eigentlich die Verbraucher? Und was mich zudem noch interessieren würde. Können Sie mir bitte mal erklären, warum z.B. ein Architekt an einer Vor-Ort-Beratung absolut kein Eigeninteresse verfolgt? Sollten nämlich Modernisierungsmaßnahmen erforderlich sein, dann wird der Architekt natürlich seine Dienste als letztes anbieten. Ist doch alles Ehrensache, gelle!!! Also immer schön weiter die Handwerker schlecht machen. Wenn`s offensichtlich die einzige Möglichkeit ist, zu mehr Aufträgen zu kommen, dann muss es ja in bestimmten Berufszweigen echt schlecht aussehen!

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