Licht ins Dunkel
Ali Demezil weiß nicht mehr, wie er weiter machen soll. Er hat von seinem Strombetreiber eine Nachzahlung in Höhe von 8000€ bekommen. Von seiner Notstandshilfe mit 500€ monatlich kann er diese Nachzahlung nicht begleichen. Die Folge ist, dass ihm nun der Strom abgestellt wurde und damit auch die Heizung. Bei einem solch kalten Winter, wie wir ihn momentan haben, kann das schon ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen, erst recht wenn man Kinder hat.
Doch wie konnte es soweit kommen. Dieter Schmidt von der Tiwag (der Stromanbieter) bringt Licht ins Dunkel. Er erklärt, warum gerade Familien mit Migrationshintergrund die hohen Stromkosten unterschätzen, die eine strombetriebene Heizung mit sich bringt. Gerade Fußbodenheizungen ziehen hier eine Kilowattstunde nach der anderen und bevor man sich versieht, steckt man mitten in der Nachzahlung. Auch Ali Demezil hat diese Kosten unterschätzt. Da hat auch der Energieberater, den die Tiwag zu einem Beratungsgespräch bei den Demezils vor Ort vorbei geschickt hat, nicht mehr weiter helfen können.
Es sollte daher jedem klar sein, wie sehr strombetriebene Heizungen die Kosten in die Höhe treiben können. Sollte man dann noch Durchlauferhitzer und einen sorglosen Umgang mit elektronischen Geräten pflegen, darf man sich daher nicht wundern, wie es zu solch hohen Nachzahlungen kommt.


Wir wollen Ihnen in unserer kleinen Serie „Strom sparen leicht gemacht“ ein paar Stromspartipps mit auf den Weg geben. Diese sind leicht zu befolgen und verschlingen nicht Unmengen von Geld, bevor man überhaupt den 1. Euro gespart hat.
Schnell ist klar, dass ein energiesparender Kühlschrank der Geräteklasse A-A++ schon eine gewaltige Stromersparnis in ihrem Haushalt bedeuten kann. Doch wie versprochen soll es hier nicht nur um die Neuanschaffung energieeffizienter Elektrogeräte gehen, sondern um die kleinen Dinge des Alltags, die zur Stromsenkung beitragen. Allein die Reduzierung des Stand-by Betriebs vieler Geräte im Haushalt kann im Jahr bis zu 60 Euro sparen.