Neue Öko-Siegel braucht das Land

Vielen Gebäudeeigentümern dürfte mittlerweile der Energieausweis geläufig sein, der seit Anfang des Jahres bei Verkauf, Vermietung oder Verpachtung von Wohngebäuden zur Pflicht geworden ist.
Er beziffert die energetische Last, die auf einem Haus liegt. Es gibt zwei Varianten des Energieausweises. Beim Verbrauchsausweis wird der Energieverbrauch der letzten drei Jahre ermittelt wohingegen bei dem Bedarfsausweis die Bedarfskennwerte eines Gebäudes zugrunde liegen. Diese Kennwerte werden von einem Energieberater ermittelt.
Neben diesem Energiepass, soll nun ein weiteres Öko-Siegel die Nachhaltigkeit eines Gebäudes ausweisen. Passender Weise heißt dieses Zertifikat der vor zwei Jahren gegründeten “Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen” (DGNB) auch Nachhaltigkeitssiegel. Weitere DGNB Zertifikate sollen Ende Juni folgen.
Auch das Bundesverkehrs- und Bauministerium hat der “FAZ” zufolge zusammen mit der Deutschen Energie-Agentur, der Förderbank KfW und dem Bundesverband Deutscher Fertigbau ein Qualitätssiegel für Energiesparen in Wohnobjekten entwickelt, das “Effizienzhaus”. Dieses Siegel wird auch schon von einigen Fertighausbauern eingesetzt.
Noch einen Schritt weiter wollen die Pirelli Real Estate in Zusammenhang mit der TU Darmstadt mit ihrem „Wohnwertbarometer“ gehen. Im Auftrag des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung haben sie einen ganzheitliches Bewertungssystem geschaffen, das die Wohnqualität auch unter den Aspekten des Wohlbefindens und des sozialen Umfelds misst.
Ein ganz ähnliches System hat auch schon Professor Wolfgang Christ von der Bauhaus Universität in Weimar vorgestellt. Sein „Urban Index“ misst nicht nur die Wohn- und Stadtqualität im hier und jetzt, sondern lässt auch voraussichtliche Entwicklungen mit in die Bewertung einfließen.


Energiesparen ist auch für andere Städte Deutschlands ein zentrales Thema und so fordert der Ordnungs- und