Kategorie: Allgemein am Juli 7th, 2009
 

Energieausweis und wie er gelesen wird

Sie haben vielleicht auch schon vom Energieausweis gehört. Er soll Mieter und Vermieter, Käufer und Verkäufer ein einheitliches Dokument in die Hände geben, das die energetische Bilanz eines Gebäudes ausweist. Seit Anfang des Jahres ist er obligatorisch und soll so eine Vereinheitlichung der Ausweispflicht bewirken.

Doch all zu oft ist der Energieausweis zum “Papiertiger” verkommen. Aufgrund mangelnder Angaben ist er oft schlichtweg falsch und nicht wirklich zu gebrauchen. Das liegt vor allem an Dumpingangeboten, die Energieausweise für gut 10€ anbieten. Leicht auszumalen, dass nebst Druck- und Portokosten hier keine Überprüfung der angegebenen Daten stattfindet. Nur ein ordnungsgemäß geprüfter Energieausweis ist ein wichtiges Mittel gegen die “zweite Miete”. Der verbrauchsorientierte Energieausweis orientiert sich allerdings auf der Grundlage der Energiebilanz des Verbrauchs der letzten Jahre. Dabei ist jedoch nicht ersichtlich, ob ein erhöhtes Heizaufkommen daraus resultiert, weil der Vormieter eine Frostbeule war oder an schlecht isolierten Fenstern und Wänden.

Hier ist der Bedarfsausweis aufschlussreicher, da er Heizungsart und Isolierung berücksichtigt. Im Grunde ist der Energieausweis ein vierseitiges Standardformular, bei dem auf der ersten Seite angekreuzt wird, ob die Angaben auf dem Verbrauch basieren oder der Bedarf ermittelt wurde. Dementsprechend gibt es nur nur einen Energieausweis in zwei Varianten.

Auf der Vorderseite stehen allgemeine Angaben: Adresse, Wohnfläche, Baujahr, ein Foto des Hauses kann eingefügt werden. Die Bedarfsberechnung findet sich innen auf Seite zwei. Sie berücksichtigt Faktoren wie Heizungsart und Isolierung des Gebäudes. Auf der dritten Seite folgt der Verbrauchsausweis. Auf der vierten Seite, der Rückseite, stehen allgemeine Hinweise. Außerdem sollte dem Energieausweis ein Blatt mit Modernisierungsempfehlungen zum Gebäude beiliegen. Besonders hervorzuheben ist noch die „Gesamtenergieeffizienz“ auf Seite drei, welche graphisch mit Ampelfarben alles übersichtlich darstellt und Auskunft über den Energieverbrauch des Objekts in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh m2/a) gibt.



 
Kategorie: Energieausweis am Juni 3rd, 2009
 

Neue Öko-Siegel braucht das Land

hausbau

Vielen Gebäudeeigentümern dürfte mittlerweile der Energieausweis geläufig sein, der seit Anfang des Jahres bei Verkauf, Vermietung oder Verpachtung von Wohngebäuden zur Pflicht geworden ist.

Er beziffert die energetische Last, die auf einem Haus liegt. Es gibt zwei Varianten des Energieausweises. Beim Verbrauchsausweis wird der Energieverbrauch der letzten drei Jahre ermittelt wohingegen bei dem Bedarfsausweis die Bedarfskennwerte eines Gebäudes zugrunde liegen. Diese Kennwerte werden von einem Energieberater ermittelt.

Neben diesem Energiepass, soll nun ein weiteres Öko-Siegel die Nachhaltigkeit eines Gebäudes ausweisen. Passender Weise heißt dieses Zertifikat der vor zwei Jahren gegründeten “Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen” (DGNB) auch Nachhaltigkeitssiegel. Weitere DGNB Zertifikate sollen Ende Juni folgen.

Auch das Bundesverkehrs- und Bauministerium hat der “FAZ” zufolge zusammen mit der Deutschen Energie-Agentur, der Förderbank KfW und dem Bundesverband Deutscher Fertigbau ein Qualitätssiegel für Energiesparen in Wohnobjekten entwickelt, das “Effizienzhaus”. Dieses Siegel wird auch schon von einigen Fertighausbauern eingesetzt.

Noch einen Schritt weiter wollen die Pirelli Real Estate in Zusammenhang mit der TU Darmstadt mit ihrem „Wohnwertbarometer“ gehen. Im Auftrag des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung haben sie einen ganzheitliches Bewertungssystem geschaffen, das die Wohnqualität auch unter den Aspekten des Wohlbefindens und des sozialen Umfelds misst.

Ein ganz ähnliches System hat auch schon Professor Wolfgang Christ von der Bauhaus Universität in Weimar vorgestellt. Sein „Urban Index“ misst nicht nur die Wohn- und Stadtqualität im hier und jetzt, sondern lässt auch voraussichtliche Entwicklungen mit in die Bewertung einfließen.



 
Kategorie: Energieausweis, Energieberater, Energiespartipps am Januar 29th, 2009
 

Erstellung eines Energieausweises

Value5Wir von VALUE5 ENERGY sind ständig bemüht unser Angebot den Ansprüchen des Kunden anzupassen. Daher wird regelmäßig eine Befragung zur allgemeinen Zufriedenheit mit unserem Energiepass durchgeführt. Das Ergebnis bestätigt uns insofern , als dass weit mehr als die Hälfte der Befragten unser Angebot mit „sehr gut“ bewerten und knapp weniger als die Hälfte mit „gut“. Die Verständlichkeit des Bestellvorgangs ist sehr gut und die Angaben aus dem Energieausweis immer hilfreich. Das soll natürlich nicht heißen, dass wir uns auf diesen Lorbeeren ausruhen. Vielmehr möchten wir unser online-Formular weiter verbessern. Um die Verständlichkeit zu fördern möchten wir zunächst einmal das Bestellen eines Energiepasses auf unserer Seite verdeutlichen und im Einzelnen die Schritte durchspielen.

Die obengezeigte Grafik macht deutlich, das man hier einen Energieausweis bestellen kann. Mit 25€ bietet der Energieausweis von VALUE5 ENERGY ein optimales Preis-/Leistungsverhältnis.

Ein Klick auf die Grafik führt nun zum Bestellformular:

Hier einfach die Bestelladresse hinterlegen, sowie eine Emailadresse samt Passwort. Optional ist  das Coupon-Feld; hier kann ein Gutscheincode eingegeben werden, sofern vorhanden. Das Formular schließt mit Eingabe einer ablesbaren Buchstabenkombinationen zur Verifizierung der Bestellung. Das schließt zudem aus, dass eine computergenerierte Anfrage abgesendet werden kann.

Zum besseren Verständnis der einzelnen Felder, gibt es links eine kleine, grau hinterlegte Legende mit Erläuterung der verschiedenen Symbole. So ist z.B. ein kleines, blaues Feld mit einem i ()eine Informationsbox, die weitergehende Informationen zur Erklärung bereithält.

Wenn alle Eingaben gemacht wurden, erfolgt die Weitlerleitung zum nächsten Formular. Hier werden besondere Eigenschaften des Hauses (Baujahr, Größe, Wohneinheiten etc.) abgefragt, so dass eine genaue Berechnung des Energieverbauchs möglich ist. Die Eingabe erfolgt Schritt für Schritt, dabei werden alle wichtigen Daten abgefragt, die die Aussstellung eines rechtssicheren Ausweises garantieren. Je mehr Information zum Haus zur Verfügung stehen, desto konkretere Tipps zum Energiesparen und zur Optimierung des Energiehaushaltes der Immobilie können dem Energieausweis entnommen werden.

Selbstverständlich ist es möglich, auch ein Foto des Gebäudes hochzuladen.

Im nächsten Schritt. geht es um die Werte der Anlagentechnik. Auch sie dienen als Grundlage zur genauen Erfassung des tatsächlichen Energieverbrauchskennwertes. Diese Angaben stellen sicher, das grundsätzlich ein genauer und ausführlicher Energieausweis ausgestellt wird.

Nun folgen Fragen zu den Verbrauchsdaten. Es ist wichtig drei aufeinanderfolgende Abrechnungsperioden anzugeben, angefangen mit der neuesten Abrechnungsperiode. Die ältestes erfassbare Periode ist hierbei 2002. Nach der Eingabe dieser Daten können Sie sich in einer Energieausweis-Vorschau Ihren Kennwert anschauen.

Darüber hinaus werden nun zur Überprüfung alle eingegeben Daten nocheinmal angezeigt, um mögliche Fehlangaben zu vermeiden. Mit einem Häkchen bestätigt der Besteller abschließend die Richtigkeit der Daten.

Der Energieausweis geht allen Kunden per E-Mail innerhalb von 24 Stunden zu. Eine zusätzliche postalische Zustellung ist auf Wunsch natürlich kein Problem.

Der Bezahlvorgang wird einfach per Rechnung abgewickelt.

Nun ist man in wenigen einfachen Schritten Besitzer eines für 10 Jahre gültigen Energieausweises, der den Verbrauch klar darstellt und alle relevanten Energiewerte auflistet.

Der Newsletter von VALUE5 ENERGY hält zudem die neuesten Informationen rund um das Thema Energiesparen, Energieausweise und energetisches Bauen bereit. Im Anschluss an den Bestellvorgang, kann er angefordert werden, so ist man per Email immer auf dem aktuellsten Stand.



 
Kategorie: Energieausweis am Januar 7th, 2009
 

Energieausweise und ihre Tücken - Folge 2

Wie wir schon im ersten Artikel zu Energieausweisen angemerkt haben, sollten sie sich mit Bedacht an die verschiedenen Anbieter wenden und nicht gleich zum Erstbesten bzw. günstigsten Anbieter von Energieausweisen greifen. Daher werden wir uns nun mal etwas genauer mit den zu beachtenden Kriterien auseinander setzen, so dass sie eigenständig entscheiden können, wem sie ihren Energieausweis anvertrauen und wer wirklich seriöse Ergebnisse liefert.

Für sie als Kunde des jeweiligen Anbieters ist die Eingabemaske, also die jeweiligen Felder für die Eintragung ihrer Daten, ausschlaggebend. Eine vollständige und detaillierte Abfrage ihrer Daten ist daher Pflicht und sollte in etwa folgendermaßen Aussehen. Eine übersichtliche und klare Gliederung vorausgesetzt.

  • Eindeutige Formulierung der Abfragen, ggf. mit kurzen Erläuterungen. Selbst dem Laien muss verständlich sein, um welche Daten es sich hier handelt und wo er diese auslesen kann
  • Die vollständige Abfrage aller 14 Pflichtdaten (sind es weniger, entspricht das Datenblatt nicht der Norm und ist unvollständig)
  • Abfrage der Wohnfläche nach II.BV oder DIN (nicht jedoch der Nutzfläche)
  • Anzahl der Wohnungen und beheizte Keller müssen abgefragt werden, um die Nutzfläche (nach EnEV) korret zu berechnen
  • Abfrage von Leerständen in Form von Zeitraum und Wohnfläche
  • Abfrage von Zusatzdaten, wie z.B. eine Wärmedämmung an Dach und Außenwänden, Fensteraustausch, Thermostatventile (ohne eine solche Abfrage und Inbezugnahme erhalten sie ggf. eine schlechtere Energiebilanz)
  • Monatsgenaue Eingabe der Abrechnungszeiträume
  • Eingabemöglichkeit für mehrere Heizsysteme und Brennstoffe


EnEVSollten diese genannten Punkte nicht so bzw. in ähnlicher Form abgefragt werden, kann es dazu führen der der ausgestellte Energieausweis unvollständig, wenn nicht gar falsch ist. Was wiederum bei einem Hausverkauf und der späteren Aufdeckung dieses Missstands zu Nachzahlungen, wenn nicht gar zur Stornierung des Kaufvertrags kommen kann. In jedem Fall sind sie für die Korrektheit der Daten verantwortlich. Daher entscheiden sie sich lieber gleich für den richtigen Anbieter.



 
Kategorie: Allgemein, Energieausweis am Oktober 23rd, 2008
 

An welche Wärmeschutzverordnung muss mein Haus sich halten?

Seit dem 1. Oktober gibt es einen weiteren Schritt in der Einführung des Energieausweises. Nun müssen auch Wohngebäude mit bis zu 4 Wohneinheiten, deren Bauantrag vor dem 1. November 1977 gestellt wurde, sich den Vorschriften des Energieausweises stellen. Wenn aber, und das ist kaum bekannt, bereits bei der Fertigstellung oder nachträglich die Anforderung der Wärmeschutzverordnung von 1977 eingehalten wird, dann besteht weiterhin Wahlfreiheit zwischen verbrauchsabhängigem und bedarfsabhängigem Energieausweis.

Wie weiß man, ob die Wärmeschutzverordnung von 1977 eingehalten wird? Um den Nachweis zu führen, muss in erster Linie der Wärmeschutz der Außenwände bekannt sein. Denn die Wärmeschutzverordnung von 1977 stellt Anforderungen an den Wärmedurchgangskoeffizienten einzelner Außenbauteile, wie Außenwände, Fenster und Dach.

Der Wärmedurchgangskoeffizient (früher: k-Wert, heute: U-Wert) gibt an wie hoch der Wärmeverlust über ein bestimmtes Bauteil wie Außenwand, Fenster oder Dach ist - in Watt pro 1m² Fläche und 1 Kelvin (entspricht 1° C Temperaturunterschied).

Der Nachweis erfolgt durch Anforderungen an maximale mittlere Wärmedurchgangskoeffizienten, in Abhängigkeit vom Verhältnis der Wärme übertragenden Umfassungsfläche zum Bauwerksvolumen oder an einzelne Außenbauteile.


Anforderungen an den Wärmedurchgangskoeffizienten in Abhängigkeit von F/V

F/V ist das Verhältnis der Wärme übertragenden Umfassungsfläche zum umschlossenen Bauwerksvolumen.

Wärmedurchgangskoeffizienten für einzelne Bauteile

Diese Tabellen sind Auszüge aus der Wärmeschutzverordnung 1977 und dienen nur als informative Anhaltspunkte, ersetzen aber keine vollständige Energieberatung und ermöglichen keinen selbst erstellten Nachweis zur Einhaltung dieser Wärmeschutzverordnung.



ÜBER DIESEN BLOG
Der Value5 Energy Blog informiert über Fragen zum Thema Energieausweis und dem effektiven Energiesparen durch Sanierung und Modernisierung von Wohngebäuden. Ob Ein- oder Mehrfamilienhäuser, hier erfährt man nicht nur wie man Energie, sondern auch Geld spart!
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