Kategorie: Allgemein am Mai 15th, 2009
 

Historie muss erhalten werden

Viele deutsche Städte bestechen durch das Wechselspiel zwischen Moderne und Historie. So finden sich neben neuen Bibliotheken, Kaufhäusern und Schauspielhäusern auch immer wieder Kirchen, Wohngebäude und Rathäuser aus längst vergessenen Tagen. Genau das macht die Optik einer jeden deutschen Stadt, die Entwicklung verkörpert, aber den Hang zur Stadtgeschichte noch nicht aufgegeben hat, aus. Ähnlich hält es sich auch im schwäbischen Mindelheim.


Leider ist der Erhalt einer stadttypischen Altstadt häufig mit hohen Kosten verbunden, da sich mit der Zeit nicht nur Bauschäden, sondern auch immer steigende Instandhaltungskosten ergeben. Rund um den Marienplatz stehen deshalb seit Jahren eine Reihe von geschichtsträchtigen Bauten, die aufgrund der Erhaltungskosten und der relativ unprofitablen Lage leer stehen und nur schwer zu vermieten und verpachten sind. Dass das schon bald ein Ende haben könnte, liegt am Bund-Länder-Projekt „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“. Bei diesem staatlichen Hilfsprogramm wird versucht mithilfe umfassender Beratung, staatlichen Steuerhilfen und privaten Finanzierungen, die Bewohner zum Engagement zu bewegen und so das Kulturgut der Stadt längerfristig zu erhalten.

Des Weiteren wird in enger Zusammenarbeit mit Fachleuten vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) versucht, bei den Sanierungen gleichzeitig so umzustellen, dass der Energieverbrauch den Zeiten

entsprechend optimiert wird. Denn das Interesse an geringen Fixkosten ist bei potenziellen Käufern und Mietern in Zeiten wie diesen, höher als je zuvor. Möglich ist dies laut Ulrich Huber, Energieberater bei eza! auch bei historischen Altbauten, wenn man vor allem im Bereich der Dämmung nachrüstet.


Nichtsdestotrotz rennt die Zeit davon und so wird es auch in Zukunft an der Animationskraft von Claudia Kiechle, Leiterin der Stadtentwicklung, liegen, im Interesse der Stadt etwas zu erreichen. Staatliche Mittel gibt es nur für umgesetzte Projekte und daran gilt es zu arbeiten. Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist bereits vollzogen, so war die Liste für gewünschte Beratungen im Handumdrehen gefüllt.



 
Kategorie: Allgemein, Energie sparen, Strom am Mai 8th, 2009
 

New York will umweltfreundlicher werden

Städte und Ballungsgebiete sind mit rund 80% der verbrauchten Energie die Hauptverursacher des Klimawandels. Laut Herbert Girardet, Programmdirektor und Mitbegründer des WFC, erhalten sie ihre Energie fast ausschließlich durch die Verbrennung fossiler Energieträger. Gerade in Schwellenländer nimmt die Tendenz des Energieverbrauchs hier kräftig zu. Mit diesem Hintergrundwissen ist es dabei umso erfreulicher von positiven Neuigkeiten aus dem Big Apple zu hören. Die Weltmetropole möchte mit gutem Beispiel vorangehen und ein neues Umweltprogramm durchführen. Symbolträchtig wird hier das Empire State Building renoviert. So sollen z.B. die 6.500 Fenstergläser durch Thermogläser ersetzt werden, welche die Wärme besser dämmen. Zudem wird die Klima- und Elektrotechnik auf den neusten Stand der Technik gebracht, womit letztlich 38% der Energiekosten gespart werden. Expertenschätzungen zu Folge können damit rund 4,4 Mio. Dollar jährlich eingespart werden.


Doch das Empire State Building soll hier nur als Vorzeigeprojekt dienen und die Renovierung für viele der in den 30er Jahren gebauten Gebäude gelten. Auch die New Yorker U-Bahn soll umweltfreundlicher werden. So werden in den Bahnhöfen Energiesparlampen eingesetzt, wodurch sich jährlich rund 5 Millionen Dollar einsparen lassen. Außerdem soll die Station Stillwell-Avenue mit 20.000 Quadratmeter Solarpaneelen bestückt, oder eine neue U-Bahn Waschanlage installiert werden, welche ausschließlich mit Regenwasser arbeitet. Zudem möchte man die Menschen durch verschiedenste Kampagnen dazu bewegen die Subway verstärkt zu nutzen. Gerade die Renovierungsmaßnahmen können eine erhebliche Reduktion der Co2 Emissionen bedeuten und zeigen einmal mehr, was man mit einfachsten Renovierungen erreichen kann, sowohl für die Umwelt, also auch die Stromrechnung.



 
Kategorie: Strom am April 22nd, 2009
 

Solar wo man hinschaut

SolartankstelleEs kommt etwas Schwung in die regenerativen Energieträger. Seit Jahren schon wollen mehr und mehr Menschen auf regenerative Ressourcen, wie z.B. Sonnenenergie setzen. Bisher scheiterte dieser noble Gedanke an der technischen Machbarkeit. Doch allmählich schwinden die Hürden und der politische bzw. gesellschaftliche Druck steigt, gerade auf die Autoindustrie. Im Zuge dieser Umweltpolitik steht in Frankfurt am Main die erste Solartankstelle. Im Stadtmittelpunkt und einem der bekanntesten Plätze der Börsenstadt ist dieses kleine Minikraftwerk installiert und soll Strom für Elektroroller, oder Fahrräder mit Elektrohilfsmotor liefern und diese mit sauberer Energie betanken. An einem schönen Sommertag kann die Photovoltaik Anlage bis zu 21 KWh erzeugen, von denen bis zu sechs Ladestationen bedient werden; der überschüssige Strom wird ins Stromnetz der Stadt gespeist.

Auch neuerliche Meldungen um ein riesiges Investitionsvolumen der Volksrepublik China für zukünftige Solarprojekte könnten die kurzfristige Minikrise in diesem Bereich wieder vergessen machen. So soll das Land der aufgehenden Sonne ein staatliches Förderprogramm auflegen, das Solaranlagen somit fast verschenkt und ungemein attraktiv macht.

Auch der Mobilfunkmarkt möchte unter dem Motto: GreenIT beim Kunden punkten. So wurden auf dem jüngsten Mobile World Congress z.B. Samsung-Handys mit Solarzellen gezeigt. Auch Basisstationen sollen flächendeckend mit Solarenergie versorgt werden. Es wird wohl noch ein weiter Weg bis zur endgültigen Durchdringung dieses Marktes mit Solarenergie sein, doch wie heißt es so schön: „Nicht das Ziel ist entscheidend, sondern der Weg dorthin.“



 
Kategorie: Strom am März 9th, 2009
 

Wie gut sind Wärmepumpen tatsächlich?

Als Eigenheimbesitzer haben sie sicher schon von Wärmepumpen gehört. Unter Heizungsbauern ist die Wärmepumpe immer beliebter und erfährt eine weitreichende Verbreitung in Deutschland, nicht zuletzt durch die finanzielle Förderung. Die Frage ist jedoch, verdienen Wärmepumpen dieses Lob, oder sollte man einen genauen Blick auf die Energiebilanz werfen?

Das Funktionsprinzip von Wärmepumpen ist schnell erklärt. Eine Wärmepumpe entzieht dem Erdreich, der Luft und dem Wasser seine Wärme und führt diese dann bspw. in ihre Fußbodenheizung, oder andere Heizkörper. Um diesen Prozess kontrollieren und steuern zu können, bedarf es jedoch auch Strom. Da aus logischen Gründen meist im Winter geheizt wird, wo es auch sehr kalt werden kann und der Umwandlungsprozess demensprechend aufwendig ist, braucht eine Wärmepumpe viel Strom, um die gewünschte Heizkraft zur Verfügung zu stellen. Die ökologische Bilanz hängt also nicht alleine von der eingesetzten Wärmepumpe ab, sondern auch vom Stromlieferanten und wie dieser seinen Strom produziert. So sind Wärmepumpen meist sehr effizient, was man von Stromkraftwerken nicht immer sagen kann. Und sollten sie nicht gerade ausschließlich auf Biostrom aus Windkraftanlagen, Solarenergie oder anderen erneuerbaren Energien setzen, so muss man die Gesamtbilanz betrachten, die aus Wärmepumpe und fossiler Energie herrührt. Die Verbraucherzentrale Saarland macht auf diesen Umstand aufmerksam und kritisiert daher den all zu unbedarften Umgang mit Wärmepumpen. Der saisonale Strombedarf, der sich durch den massiv steigenden Absatz von Wärmepumpen ergibt, wird vom Bundeverband Wärmepumpen auf ca. 300 Megawatt pro Jahr beziffert und das einseitig verteilt auf die Wintermonate, was Stromlieferanten vor neue, evtl. kostenintensive Herausforderungen stellt.

Laut Frauenhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, arbeiten Wärmepumpen im Vergleich zur normalen Gas- Ölheizung noch weit effizienter und solange sie eine bessere Arbeitszahl als 2,7 haben, sind sie ökologisch sinnvoll. Das bedeutet so viel, wie eine dreifach höhere Abgabe an Wärme zum verbrauchten Strom – dies gilt als ökologische Alternative. Bei optimaler Anpassung und fachmännischer Installation sollte dies gewährleistet sein.

Bildquelle: gwh-buschmann.de



 
Kategorie: Allgemein, Energiespartipps, Strom am Dezember 5th, 2008
 

Tipps von VALUE5 ENERGY: Strom sparen leicht gemacht!

Wir wollen Ihnen in unserer kleinen Serie „Strom sparen leicht gemacht“ ein paar Stromspartipps mit auf den Weg geben. Diese sind leicht zu befolgen und verschlingen nicht Unmengen von Geld, bevor man überhaupt den 1. Euro gespart hat.


Zunächst einmal eine kleine Übersicht über den prozentualen Verbrauch der einzelnen Elektrogeräte in einem durchschnittlichen Haushalt. Natürlich können diese Werte von denen in ihrem Haushalt abweichen, sollten aber dennoch einen groben Überblick zu den verursachten Kosten verschaffen.


Kühlschrank: 11%
Gefriergerät: 10%
Warmwasser Bad: 10%
E-Herd: 9%
Beleuchtung: 8%
Fernseher, Audio, Video, PC: 7%
Waschmaschine: 4%
Geschirrspüler: 3%
Warmwasser Küche: 3%
Wäschetrockner: 3%
E-Heizgeräte (ohne Speicherheizung & Wärmepumpe): 2%
Sonstige Haushaltskleingeräte und Anwendungen: 24%
Gemeinschaftsanlagen wie Aufzüge, Hausbeleuchtung: 6%


KühlschrankSchnell ist klar, dass ein energiesparender Kühlschrank der Geräteklasse A-A++ schon eine gewaltige Stromersparnis in ihrem Haushalt bedeuten kann. Doch wie versprochen soll es hier nicht nur um die Neuanschaffung energieeffizienter Elektrogeräte gehen, sondern um die kleinen Dinge des Alltags, die zur Stromsenkung beitragen. Allein die Reduzierung des Stand-by Betriebs vieler Geräte im Haushalt kann im Jahr bis zu 60 Euro sparen.


Gerade zur Winterzeit ist es bei den hohen Energiekosten wichtig richtig zu lüften. Dabei sollte einmal am Tag für 10 Minuten gelüftet werden, das so genannte Stoßlüften. Die Vorteile liegen auf der Hand. Sie müssen nicht den halben Tag frierend in ihrer Wohnung sitzen, die Heizung wird nicht unnötig belastet und Frischluft erwärmt sich schneller als „abgestandene“ Luft, womit sie den Raum schneller erwärmen können und sich die Heizung anschließend wieder herunter regulieren lässt.


In der nächsten Folge von „Stromsparen leicht gemacht“ befassen wir uns dann ausführlicher mit den verschiedenen Tipps und Tricks, die man bei der Beleuchtung einsetzen kann.



ÜBER DIESEN BLOG
Der Value5 Energy Blog informiert über Fragen zum Thema Energieausweis und dem effektiven Energiesparen durch Sanierung und Modernisierung von Wohngebäuden. Ob Ein- oder Mehrfamilienhäuser, hier erfährt man nicht nur wie man Energie, sondern auch Geld spart!
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